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Sounds for Nature
 
13.08.2008
Mittwoch
 

Die Philosophie

Mit Sounds for Nature sollen junge Menschen für den Naturschutz begeistert werden. Weder moralische Appelle noch wissenschaftlich untermauerte Ge- und Verbote unterstützen eine positive Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Thema Natur. Sie bewirken im Gegenteil eine immer größere Entfremdung von der Natur. Mit Sounds for Nature werden die Jugendlichen bei ihren eigenen Interessen, Erlebnissen und Wünschen abgeholt. Sie können so schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle im Zusammenhang mit Natur erleben.

Sounds for Nature

-  verbindet Natur, Musik und junge Menschen,
-  fördert die Auseinandersetzung mit dem Thema Natur,
-  veranstaltet Musikwettbewerbe für Nachwuchsmusiker und junge Bands mit inhaltlichem Bezug zur Natur,
-  macht Open Air Musikfestivals umweltverträglicher und
-  ermöglicht es, Botschaften bzw. Produkte in einem positiven Kontext zu vermitteln.

Die heutige Erlebnis- und Mediengesellschaft fordert Entertainment, Lebensfreude und Spaß. Sounds for Nature knüpft daran an, um auf diesem Wege positive Assoziationen zur Natur zu wecken, die dann Wegbereiter für weitere Botschaften sein können.

Sounds for Nature verfolgt darum das Konzept des Ecotainment. Die Ernsthaftigkeit der Ökologie-Problematik und die daraus folgende Verantwortung aller Beteiligten werden mit einer Leichtigkeit im Umgang mit der Thematik verbunden. Die Bereitschaft, sich rücksichtsvoll in der Natur zu bewegen, wird bei allen Betroffenen ohne den erhobenen Zeigefinger erheblich erhöht. Alle Beteiligten (beispielsweise bei den Festivals sowohl die Veranstalter und die Musik Bands als auch die Besucher) werden nachhaltig für das Thema sensibilisiert. Es werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Umwelt und Natur schützen kann, ohne den Spaßfaktor zu beeinträchtigen.

Die Möglichkeiten

In dem Sounds for Nature Konzept liegen große Chancen für die Umweltbildung. Musik ist für junge Menschen eine Möglichkeit, sich abzugrenzen und sich mit Gleichgesinnten zu identifizieren. Sie erleben darum Musikkonzerte oder -festivals als »große Freiheit«. Zwanglos, frei von einengenden Konventionen, feiern sie ihre eigene Musik. Wenn in diesem Kontext Naturerlebnisse stattfinden, so ermöglichen sie positive Assoziationen, die einen neuen Zugang für das Umweltthema öffnen können. Außerdem erfahren die jungen Menschen, dass sie persönlich gefragt sind, wenn es darum geht, die Natur zu schützen. Auf den Festivals sind beispielsweise konkrete Erfolgserlebnisse möglich, wenn verringerte Müllmengen dokumentiert werden.

Der Wettbewerb

Das Projekt Sounds for Nature startete im Jahr 2001 in Kooperation mit der Volkswagen Soundfoundation als Musikwettbewerb. Der Wettbewerb richtete sich an junge Musiker und Bands, die Songs zum Thema Natur einreichen konnten. Gefragt waren nicht Horrorszenarien einer zerstörten Natur, sondern Lieder, die positive Gefühle und Assoziationen mit dem Thema Natur wecken. Ziel war es, junge Menschen anzuregen, sich über das Medium Musik auf positive Weise, ohne moralischen Druck, mit der Natur auseinander zu setzen.

Von den rund 200 Einsendungen wurden drei Bands prämiert. Die Sieger erhielten folgende Preise:
-  Veröffentlichung der prämierten Songs mit anderen Bands auf einem CD-Sampler,
-  ein Band-Coaching durch Profimusiker in der Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf der Insel Vilm bei Rügen,
-  ein Auftritt auf dem Sounds for Nature Open Air Konzert in Bonn.

Die Aktivitäten

Am 1. Juni 2002 fand das erste Sounds for Nature Open Air Konzert im Rahmen des Museumsmeilenfestes in Bonn statt. Mehr als 11.500 junge Menschen besuchten das Konzert, das mit bekannten Namen wie Such A Surge, Die Happy und Liquido lockte. Die Moderation von ›Wetterfrosch‹ Jürgen Vogt, die eingespielten Werbespots (»Spots for Nature«) sowie die entsprechenden Ausstellungen sorgten für den inhaltlichen Bezug der Veranstaltung.

Ziel dieser Initiative ist es, Musikfestivals naturverträglicher zu gestalten. Festival Veranstalter bekommen die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung Sounds for Nature Festival zu nennen, wenn sie bereit sind, bei der Durchführung ihrer Veranstaltung bestimmte Kriterien zu erfüllen.

Ein vom BfN entwickelter Leitfaden zu den Themen wie Veranstaltungsplanung, Verkehr, Verpflegung, Unterbringung, Camping, Abfall, Lärm und Öffentlichkeitsarbeit beschreibt diese Kriterien und gibt den Veranstaltern konkrete Anreize und Hilfestellungen. Detaillierte Checklisten erleichtern die Umsetzung. Parallel zum Festival sollen nach Möglichkeit »Natur Erlebnis Angebote« und Informationsangebote installiert werden, wie Kanufahrten oder Exkursionen in die umliegende Natur, biologisches Eventfood, Ausstellungen verschiedenster Kooperationspartner etc. Bei Planung und Durchführung des Festivals werden dem Veranstalter Erfahrung und professionelle Hilfe zur Seite gestellt.

Mit dem Namen Sounds for Nature erhalten die ausgezeichneten Festivals ein Aushängeschild das ihnen hilft, sich mit einem gekennzeichneten positiven Image aus der breiten Masse hervorzuheben. Im Jahr 2003 wurden bereits drei Musikfestivals vom BfN mit dem Sounds for Nature Zertifikat für Musikfestivals ausgezeichnet.

Das Zertifikat

Ziel des Zertifikats ist es, ein Festival Gütezeichen zu etablieren, um so Veranstaltern die Möglichkeit zu geben, ihr Musikfestival schrittweise naturverträglicher zu gestalten.

Entsprechend ihrer Leistungen werden dem jeweiligen Festival als Auszeichnung bis zu fünf Sounds for Nature Gitarren wie ein Gütesiegel verliehen (vergleichbar mit den Sternen für Restaurants). Diese Abstufung ermöglicht es, bereits einzelne Schritte zur besseren Umweltverträglichkeit zu honorieren.

Kontakt
Achim Köller,
K.O.K.S. Booking Management Verlag,
Ricklinger Straße 130,
30449 Hannover
Tel 0511-2102989
Fax 0511-2102997
achim@koks-music.de


Fotoquelle : http://www.bfn.de/sounds/

Link zur Info
 


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