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CD Archiv - Live at Rockpalast 1980, Ronnie Lane |
| Ronnie Lane Live at Rockpalast 1980 Genre: Rock erschienen: 25.01.2013 im rr-Archiv seit: 25.03.2013 |
| Bemerkung zur CD | |
| Er maß kaum 1,65 m, zählte aber zu den großen Songschreibern der 60-er Jahre: Ronald Frederick -Ronnie- Lane schrieb zusammen mit Steve Mariott Klassiker wie -Itchycoo Park-, -Lazy Sunday- und -Tin Soldier-. Als dieses Team 1969 auseinanderbrach, wurden aus den -Small Faces- kurzerhand die -Faces- mit Rod Stewart, Ron Wood und natürlich Ronnie, auch -Plonk- Lane genannt. Einige der besten Songs auch dieser neuen Formation stammen wiederum aus seiner Feder: -Ooh Lala-, -Richmond- und -Debris-, das kürzlich erst von Mick Hucknall gecovert wurde. Die frühere Stimme von Simply Red bezeichnete Ronnie Lane jüngst als einen -sträflich unterbewerteten Musiker-. Er spielte am 19. März 1980 mit einer hervorragenden Band (u.a. mit dem Rolling Stones Pianisten Ian Stewart) im WDR Studio A in Köln ein bemerkenswertes Clubkonzert für den -Rockpalast-. Vom Opener -Rats Tales (Cat Melody)- an spürt man die Spielfreude der sieben -Mates- von Ronnie Lane. -Flags And Banners- und -You´re So Rude- stammen aus Faces Zeiten, im Klassiker -I´m Ready- kommen die Saxophonisten George und Raymond Carless zum Zuge und in -Kuschty Rye- glänzen Gitarrist Henry McCullough und Akkordeonist Charlie Hart. quelle http://www.amazon.de/gp/product/B00AIEIDK2?ie=UTF8&camp=1638&creativeASIN=B00AIEIDK2&linkCode=xm2&tag=rockradio-21 | |
| Rezension zur CD | |
| RONNIE LANE BAND „Live At Rockpalast 1980“ - MiG90542 Vor zwölf Jahren ist dieses Live-Dokument erstmals als CD bei einem englischen Label unter dem Titel „Rocket 69“ erschienen, allerdings nicht wirklich autorisiert. Dankenswerterweise hat sich MiG aus Hannover zu einem Re-Release, als neu abgemischte CD und eigenständige DVD, entschlossen. Wer erinnert sich an Ronnie Lane? Als der (SMALL) FACES-Mitbegründer im Mai 1973 Rod Stewart & Co. verließ, fühlte der sich endlich frei. Zwängen, denen er sich im Rockbusiness über viele Jahre hinweg hatte unterordnen müssen, wollte sich Ronnie Lane nicht mehr aussetzen. Sein neues "Ding" war eine lockere Truppe namens SLIM CHANCE, und die spielte das, was er mochte: unprätentiösen britischen Country-Rock. Das ging auch eine Weile leidlich gut, doch dann versetzte 1977 die Diagnose auf "Multiple Sklerose" dem stets umgänglichen und humorigen Musiker und Songwriter einen fürchterlichen Schlag. Noch beschränkten sich die Symptome auf zeitweilige Lähmungserscheinungen in den Händen, und nach dem er 1979 vom Lande wieder nach London gezogen war, schien Lane hinsichtlich eines Comebacks zuversichtlich.Sein Freund, WHO-Boss Pete Townshend, produzierte die erste Single Kuschty Rye, und Anfang 1980 war auch das dazugehörige Album "See Me" fertig. Nun hieß es, auf Promotiontour zu gehen, und ein Gig führte im März 1980 nach Köln. Dort nämlich trat die RONNIE LANE BAND (Line-up: RL Guitar, Vocals; Ian Stewart Piano; Charlie Hart Accordion, Fiddle, Vocals; Henry McCullough Guitar, Mandolin, Vocals; Bruce Rowland Drums; Chrissie Stewart Bass; George & Raymond Carless Saxophones) in einem "kleinen" WDR-"Rockpalast" auf. Der Konzertmitschnitt dokumentiert Ronnie Lanes letzte "normal" aktive Phase als Bandchef, Musiker und Sänger. Kurze Zeit später setzten die nächsten massiven Schübe seiner MS-Erkrankung ein, der er schließlich im Juni 1997 im fernen Colorado erlag Das "Rockpalast"-Konzert zieht quasi die Live-Bilanz seines Schaffens in den 1970er Jahren. Songs aus der FACES-Ära (z. B. You're So Rude), den vier Soloalben (z. B. der Single-Hit How Come) und der Duo-LP "Rough Mix" mit Pete Townshend (Cat Melody) plus bislang unveröffentlichte Stücke aus dem 1980er-Repertoire, z.B. das durch Harry Belafonte bekannt gewordene Man Smart, Woman Smarter oder den von Henry McCullough gesungenen R&B-Klassiker I'm Ready. Die positive Grundstimmung ist unschwer herauszuhören, allen Beteiligten machte die Session Spaß. Die Balladen (z.B. Debris) und Midtempo-Songs (z.B. Annie Had A Baby) kommen mit Seele und Groove daher. Kleine Wermutstropfen sind Ungereimtheiten bei den credits, z. B. wird der Klassiker „Annie Had A Baby“ (…) fälschlicherweise mit der von Ronnie Lane und Eric Clapton komponierten Ballade „Annie“ vertauscht. Was aber das positive Fazit dieser Wiederveröffentlichung nicht wirklich schmälert. Roland Schmitt | |
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