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03.07.2008
 
Kiel
Schaubude
http://www.kieler-schaubude.de
No Shame
 
Vorverkauf + Gebühr :   € / Abendkasse :   €
Finnland ist eines der nördlichsten Länder der Welt. Die Winter sind lang und dunkel, das Klima ist rau. Das Land ist nicht besonders dicht besiedelt und seine Bewohner neigen verständlicherweise hin und wieder zu Melancholie und Depression. Doch zwischen düsteren Seenlandschaften und halberfrorenen Seelen blitzt ab und zu ein Polarlicht auf. In Salo, einer kleinen Stadt in Südwestfinnland, ist das nicht anders. Im Jahr 1996 hörten dort vier junge Männer das Album „White Lights, White Heat, White Trash“ von Social Distortion und beschlossen daraufhin, den Belanglosigkeiten und der Monotonie ihres Lebens den Kampf anzusagen. Kurz: sie gründeten eine Band. Aus einer von Golfplätzen, Alkoholismus und Mobiltelefonen (Salo ist bekannt für die Produktion von Nokia-Handys) bestimmten Welt gibt es nämlich noch einen ganz anderen Ausweg: Punkrock. Punk muss nicht immer nur platter Nihilismus und No Future sein, sondern kann ebenso in Love- oder Salocitypunk umgetauft werden und von Reggae oder Bruce Springsteen beeinflusst sein. Rebellion geht auch anders. In Form von kostenlosen Liveshows oder zum Preis von 2 Euro verkauften CDs zum Beispiel. Oder der Verweigerung gegenüber großen Plattenfirmen, Myspace und Kommerz. No Shame haben ihren ganz persönlichen Stil, und sie zeigen jedem, der ihre künstlerische Freiheit angreift, konsequent den Mittelfinger. Punk’s not dead. Ebenso liebenswert wie ihre Attitüde ist auch die Besetzung der Band. Ein Florist an den Drums, ein Maler am Mikrofon und zwei arbeitslose Jugendliche an Bass und Gitarre. Mitten aus dem Leben eben. Nach jahrelangem Touren durch ganz Europa, Hunderten von Konzerten und der Veröffentlichung von vier Alben sind No Shame inzwischen die beliebteste Punkband in ganz Finnland. Aus der Distanz betrachtet bieten die Stücke des neuen Albums „White Of Hope Turning Black“ eine Art apokalyptische Vision der westlichen Gesellschaft. Hört man genauer hin, so werden sie jedoch zum Spiegelbild einer ganzen Seelenlandschaft. Da geht es um ein Leben ohne Rücksicht auf Verluste. Um den Mut, die Dinge zu hinterfragen, wenn es soviel einfacher wäre, sich gedankenlos an sie anzupassen. Vor allem aber handeln die Lieder von jenen kleinen Hoffnungsschimmern, die plötzlich irgendwo aufblitzen. Gute Musik entsteht ähnlich wie ein Polarlicht: elektrisch geladene Teilchen (sprich: Emotionen) treffen auf die Erdatmosphäre (also: uns). In diesem Moment beginnt auf einmal der Himmel zu leuchten. Hier geht es um Energie, nicht um Verweigerung.
Fotoquelle : http://noshame.kuori.org/
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