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mit :
Thomas Jonscher
UNZA UNZA TIME!
Schwerpunkt: BEÀTA PALYA - Interview vom 22.11. aus dem Berliner Szimpla + kleine Konzertrück- und -vorschau....
 
20.02.2010
Samstag
13.00 - 15.00 Uhr

PALYA BEA

http://www.palyabea.hu/en/

-Der Balkan ist eine Schatzgrube, aber man muss vorsichtig mit ihm sein. Ich würde es bedauern, all jene Werte, die von den alten Kulturen geblieben sind, verloren gehen zu sehen. Es ist unentbehrlich, daß Europa, dieses etwas vollschlanke Freudenmädchen, nicht die Machos des Balkans am Kragen packt wie die fette Frau aus Fellinis Amarcord ihre Kinder. Sie, die Kultur des Balkan, muss stattdessen verführerisch sein und sanft verführt werden, um zu einer wahren und vereinigten Liebe zu gelangen.“

Schon als kleines Kind mischte die sympathische Sängerin Palya Bea aus Ungarn in regionalen Folkbands mit, nahm erfolgreich an Gesangswettbewerben teil, und so war es nur folgerichtig, dass sie sich dem Thema traditionellen Liedguts auch theoretisch und historisch an der Universität widmete, wo sie eine Abschlussarbeit über die Verbindung von traditioneller und moderner Musik schrieb. Doch ihre erste Liebe blieb das Singen, wobei die traditionelle ungarische Folkmusik nur den Ausgangspunkt bildete für Ausflüge in die persische, in die indische Musik, in die Musik der Sinti und Roma sowie den Jazz...

Vier Jahre investierte sie in ein ungarisches Musiktheater, bevor sie zwischen 1997 und 2003 mit verschiedenen Bands auf Tour ging, ob folk-orientiert mit „Karpatia“ und „Daraduna“, oder mehr im Weltmusik-Bereich mit „Folkestra“, oder als Teil des belgischen Musical-Projektes Caravane – immer nutzte Palya Bea die Gelegenheit, in Gesang und Tanz ihren Horizont zu erweitern.

-Die Menschen suchen nach Werten und ich antworte darauf in meinen Liedern mit sehr verschiedene Themen: Liebe, auf der Straße unterwegs sein, Nein sagen zu können, eine Frau zu sein, ein Kind oder ein Ehemann. Ich mag es, wenn man sich meine Musik anhört. Wenn man sie sich wirklich anhört. Richtet man sie gleichzeitig an die Ohren und das Herz, kann gute Musik zu machen ein Weg sein, die Menschen zu erreichen.-

2003 startete Palya Bea ihre Solo-Karriere mit einem Album „Agrol-Agra – Tradition in Bewegung“, sie trat in Paris, Amsterdam, Budapest, London, Sao Paulo, Moskau und Tokio auf, und 2004 bei der Eröffnung der Olympiade in Athen. 2006 kam ihr zweites Soloalbum, -Alom Alom-, ein musikalisches Märchen für Erwachsene und Kinder, sie spielte und sang in Tony Gatlif´s Film „Transylvania“ und nahm schliesslich ein drittes Soloalbum namens „Psyche“ auf, und nach Adieu les Complexes (2008) folgte im Mai 2009 die sehr reduzierte 5. CD „Just one voice-

„Dies war meine bisher größte Herausforderung, voller Freude, aber auch gnadenlos. Die Aufnahme bringt mich zurück zu meinen musikalischen Wurzeln, aber auch zu meinen Eltern und Großeltern. So singe ich unter anderem einen Song meines Großvaters. Meine eigenen Songs entstanden entlang des Weges, ich reiste an Orte, wo es Angst und Verzweiflung gab, aber auch viel Freude und Gelächter – und am Ende war ich es, die weinte und lachte. Ich hoffe, daß ich überall, wo ich diese Lieder singe, die Vibration meiner Stimme und mein Gefühl, den Geist dieser Lieder vermitteln kann, sodaß die Zuhörer ihren eigenen Geist spüren. Vielleicht werden die Lieder nicht überall die gleichen Resonanz auslösen, aber für mich ist die Tatsache, dass die Lieder eine Resonanz auslösen, Belohnung genug !“

Ausser reichlich Paly Bea-Tunes im Programm heute:
Dr.Feelgood, Esha Ness, Kistéhen Tánczenekar, Lisabon, Márta Sebestyén & Muszikás, New Model Army, Ron Spielmann, Shannon Callahan, The Transsylvanians feat. Stoppok, Trottel Stereodream Experience, Vágtázó Csodacsarvas, Vopli Vidopliasova und Wishbone Ash

 
Quelle : http://


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